Die meisten Probleme, über deren Lösung heute verhandelt wird, gehen auf den SECHS-TAGE-KRIEG VON 1967 zurück. Im Vorfeld war es zu Scharmützeln an Israels Nordgrenze zu Syrien gekommen. Ägyptens Präsident Abdel Nasser ließ seine Armee in den demilitarisierten Sinai einrücken und blockierte Israels einzigen Meereszugang in Richtung Afrika und Asien. Im Sechs-Tage-Krieg eroberte Israel den Sinai, den von Ägypten verwalteten Gaza-Streifen, die syrischen Golanhöhen und das von Jordanien annektierte Westjordanland. Am 22. November 1967 beschloss der UN-Sicherheitsrat die Resolution 242, auf die sich heute noch alle berufen. Sie verlangt den "Rückzug israelischer Streitkräfte aus Gebieten, die während des jüngsten Konflikts besetzt wurden", aber fordert ebenso die Achtung Israels und seines Rechts, "innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen in Frieden zu leben frei von Drohungen und Akten der Gewalt". 1973 kam es erneut zum Krieg (JOM KIPPUR). Am Ende blieb Israel zwar siegreich, doch die Araber fühlten sich gestärkt. Am 22. Oktober 1973 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 338, die alle Konfliktparteien auffordert, "unverzüglich mit der Erfüllung der Resolution 242 in allen ihren Bestandteilen zu beginnen". Aufgabe der besetzten Gebiete heißt heute meist: Rückzug aus Gaza und dem Westjordanland - bis an die grüne Linie vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967.