Hatte Oslo die Errichtung eines palästinensischen Staates und heikle Fragen wie den Status von Jerusalem und die Flüchtlingsfrage noch gezielt ausgeklammert, so drückten sich die nächsten Gesprächsrunden (Wye 1998, Scharm al-Scheich 1999) nicht davor. US-Präsident Bill Clinton wäre kurz vor dem Ende seiner Amtszeit fast der Durchbruch gelungen. Nach den Verhandlungen von Camp David und Taba (2000/01) sollte sich der künftige Staat Palästina über ganz Gaza und über 95 Prozent des Westjordanlands ausbreiten. Ein Transitweg sollte beide Teile verbinden und Jerusalem aufgeteilt werden. Aber wie immer stritt man über jeden Meter und jedes Detail. Am Ende scheiterte auch der Clinton-Plan: Weil Arafat sich über die Teilung Jerusalems nicht einigen wollte. Weil letztlich die Frage israelischer Militärstellungen am Jordan-Fluss ungeklärt blieb, weil Siedlungen wie Ariel, Maale Adumim und Etzion bei Israel verbleiben sollten und Arafat befürchtete, sein künftiger Staat bliebe damit ein Flickenteppich, aufgeteilt und schwer regierbar.