2004 - Heute

Im März 2002 spricht sich der saudische Kronprinz Abdallah für die Anerkennung Israels durch die arabischen Staaten aus, falls Israel im Gegenzug alle besetzten Gebiete räumt und sich auf die grüne Linie von 1967 zurückzieht. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet eine Resolution, die die Schaffung eines palästinensischen Staates befürwortet. Und am 24. Juni 2002 verkündet US-Präsident George W. Bush feierlich, er fühle sich dem Frieden im Nahen Osten und einer Zwei-Staaten-Lösung persönlich verpflichtet. Aus all diesen Erklärungen erwächst eine neue Initiative der Amerikaner, Europäer, Russen und der UN: Die Roadmap, Der Fahrplan zum Frieden. Ihr Ziel: 2005 schon soll ein "unabhängiger, lebensfähiger, souveräner palästinensischer Staat in Frieden und Sicherheit Seite an Seite mit Israel" existieren. Der Weg dorthin: Die palästinensische Regierung schwört der Gewalt ab und stoppt sie. Israel beendet den Siedlungsausbau und reißt illegale Außenposten ein (Phase 1). Sodann reformiert sich der palästinensische Staat und hält freie Wahlen ab. Israel zieht allmählich sein Militär aus Gaza und dem Westjordanland ab (Phase 2). Zum Schluss wird eine Lösung für Jerusalem, die palästinensischen Flüchtlinge und einige israelische Großsiedlungen gefunden (Phase 3). Doch schon die erste Phase scheitert. Jetzt hat sich Israel mit amerikanischer Unterstützung zum Alleingang entschieden: Räumung von Gaza und Schaffung vollendeter Tatsachen im Westjordanland. Große Siedlungen will Israel sich einverleiben – und bildet damit Keile. Die Frage also bleibt: Wie groß, wie zusammenhängend, wie souverän wird ein Palästinenserstaat jemals sein?

2000 - Clinton

1995 - Oslo II

1967 und 1973 Kriege

1949 - Waffenstillstand