Slowakei Der Mann, der die 19 Prozent erfandSeite 5/5
Für Bürger westeuropäischer Sozialstaaten mögen solche Sätze harsch klingen; umgekehrt hegt ein Ivan Mikloš wenig Sympathie für das westeuropäische Gesellschaftsmodell, das er kollektivistisch und korporativistisch findet. Und dass ausgerechnet der Kanzler eines Landes mit Nullwachstum seine Steuerpolitik kritisiert, die angeblich aus Deutschland mitfinanziert werde, das nimmt er nicht hin. Zum einen, sagt er, habe die Slowakei ihre Steuersenkungen nicht durch EU-Mittel, sondern durch eine Mehrwertsteuererhöhung finanziert. Zum anderen hänge die Höhe der EU-Zuschüsse nicht von den Steuern innerhalb der Slowakei ab, sondern vom Bruttoinlandsprodukt, das in der Slowakei auch dank seiner Steuerpolitik stetig steige. Was könnte man dem entgegenhalten?
Ivan Mikloš, 43, Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident der Slowakei. Anfang 30 war er, als er zum ersten Mal Minister wurde. Gibt es für eine solche Karriere eine andere Fortsetzung als das Amt des Ministerpräsidenten? Nun lacht er doch noch.
- Datum 22.04.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 22.04.2004 Nr.18
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