USA Stellungskrieg im KorridorSeite 5/5

In seinem Buch reden die Berater rund um Bush fortwährend davon, wie wichtig es sei, Entschlossenheit zu zeigen und nicht Schwäche. Amerika müsse glaubwürdig sein und der Präsident tun, was er sagt. Bush beklagt den Mangel an Risikobereitschaft seines Vorgängers, der auf Terroranschläge mit Distanzwaffen und ansonsten mit Rückzug reagiert habe. Es ist das Somalia-Syndrom, das unter Konservativen grassiert. 1993 ließ Präsident Clinton die Truppen sofort abziehen, als die ersten Soldaten starben. Damals waren Amerikaner Feiglinge, jetzt ist Heroen-Zeit in Washington. Deshalb rät Minister Rumsfeld schließlich, es sei schlimmer, im letzten Moment zurückzuzucken als einzumarschieren: "Sie gefährden unser Land, unsere Beziehungen und potenziell auch die Leben mancher Menschen, wenn Sie jetzt nicht den Befehl geben." Es ist also eine Mischung aus finsterer Entschlossenheit bei Cheney und Rumsfeld, amerikanischer Freiheitsmission bei Bush sowie verletztem Stolz bei allen, die Amerikas Führung in den Krieg ziehen lässt.

 
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