Gefragt
Judith Elbe, 28, Raumplanerin, forscht an der TU Darmstadt über die räumliche Gestaltung von Universitäten
Muss eine Elite-Hochschule eine so genannte Campus-Universität sein?
Nein, überhaupt nicht.
Warum? Harvard und Yale sind Campus-Universitäten: Die Studenten lernen und leben dort, sie treiben Sport, gehen in die Uni-Museen…
Die USA zu kopieren funktioniert nicht. Das dortige System ist anders: Eltern geben ihre Kinder mit 17, 18Jahren in die Obhut eines Colleges. Das Zusammenleben auf dem Campus gehört zum Curriculum, die Studenten müssen das Gelände der Universität gar nicht verlassen. Sie leben in einer eigenen Stadt. In Deutschland sind die Unis mit ihrer Stadt verwachsen; die Städte haben hier viel zu bieten. In Amerika gibt es oft nur die Uni – und dann nichts.
Aber auch in Deutschland wollen manche Hochschulen Campus-Universitäten werden.
Ja, das gilt derzeit als das Nonplusultra. In Frankfurt entsteht etwa der Campus Westend. Eine Elite-Uni schafft man dadurch noch lange nicht.
Wie könnte die entstehen?
- Datum 29.04.2004 - 14:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle (c) DIE ZEIT 29.04.2004 Nr.19
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







