Was bedeutet es zu inszenieren?

Zunächst muss ein Intendant einem Regisseur den Auftrag erteilen, ein Stück zu inszenieren. Zusammen mit dem Dramaturg besetzt der Regisseur das Stück und erstellt eine Strichfassung. Bühnen- und Kostümbildner werden ausgesucht und mit ihnen über Idee und Umsetzung der Inszenierung gesprochen. Mit dem Regieassistenten plant der Regisseur die Proben und führt sie durch. Meistens bleiben sechs Wochen bis zur Premiere. In dieser Zeit treffen sich Regisseur und Schauspieler fast täglich und erarbeiten das Stück.

Wie wird man Regisseur?

Ein Regisseur muss eine künstlerische Vision haben und sie theatral, also szenisch umsetzen können. Er muss die Vorbereitungen zu den Proben und die Proben selbst organisieren können. Jürgen Flimm sagt, Regie ist Gruppenbildung, Thomas Langhoff nennt Regie einen Lebenszustand. Für Peter Kleinert, Leiter der Ernst-Busch-Schule in Berlin, ist der Wille zum Ausdruck Voraussetzung für den Regieberuf. Man kann als Praktikant an einem Theater anfangen, Regiehospitant und dann Regieassistent werden und später einmal selbst Regie führen. Manche kommen über die Theatertechnik. Oder Schauspieler satteln vom Spielen um aufs Regieführen. Oder man geht auf eine Hochschule und studiert Regie. Im deutschsprachigen Raum gibt es elf Hochschulstudiengänge, darunter: Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Folkwang-Hochschule Essen, Max-Reinhardt-Seminar Wien, Mozarteum Salzburg, Bayerische Theaterakademie München. (Alle Adressen siehe Internet-Link)

Was lernen Regiestudenten?

Regiemethodik, Angewandte Dramaturgie, Inszenierungspraxis, Sprecherziehung und Verslehre, Bühnenbild, Licht-, Ton- und Videotechnik, Theorie der Schauspielregie, Literaturgeschichte, Ensemblearbeit, Rollenarbeit…

Worunter leiden Regiestudenten?