Stimmungsmacher Hört die Signale
Am 1. Mai machen die Gewerkschafter wieder Radau. Volker Lahnstein verdient daran
Herr Lahnstein, seit 1966 versorgt Ihre Firma in Erkrath Gewerkschaften und SPD mit Demonstrationsmaterial und anderen Gegenständen für öffentliche Auftritte. Gibt es Erfolgsartikel, die besonders gern geordert werden?
Na ja, die Geschmäcker sind dermaßen unterschiedlich! Die Aktionsumhänger, diese »Streikwesten«, aber sind ein Riesenrenner, da geht es wirklich um große Stückzahlen. Das Material verrottet innerhalb eines Jahres. Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Artikel umweltfreundlich sind.
Sie bieten auf Ihrer Internet-Seite rund 250 verschiedene Artikel an. Unter anderem eine Zweiton-Flachpfeife. Wie funktioniert die denn?
Das sind die so genannten Radau-Artikel für die Demos. In der Pfeife sind zwei Kanäle drin mit unterschiedlich langen Tonrohren, aus denen dann gleichzeitig zwei verschiedene Töne herauskommen. Die Flachton-Pfeifen sind unheimlich laut. Haben Sie sie schon ausprobiert?
Nein. Noch nicht. Kommen die gut an?
Ja, die gehen natürlich auch massenweise weg, denn im Gegensatz zur Trillerpfeife, bei der man sehr viel Puste braucht, um diese kleine Kugel darin überhaupt in Bewegung zu bringen, summt die Flachpfeife schon beim kleinsten Luftdruck. Dann gibt es auch noch die Radau-Ratschen, die man auch beim Fußball verwendet. Inzwischen bedienen sich Gewerkschafter lieber solcher Hilfsmittel, als irgendwelche Sprüche rauszuschreien.
Warum? Werden die Gewerkschafter bequem?
- Datum 29.04.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 29.04.2004 Nr.19
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