Ideale Fettbremse.

Rasch abnehmen ohne Joggen und Ernährungsumstellung, davon träumen Dicke.

Genau dies ist texanischen Wissenschaftlern bei fetten Mäusen gelungen. Sie spritzten den Nagern eine Eiweißsubstanz, die in die Blutgefäße des Fettgewebes vordringt. Dort gibt sie ein Signal, das zum Selbstmord der Gefäßzellen führt. Ohne Blutzufuhr sterben die Fettzellen, nach vier Wochen wogen die Mäuse 30 Prozent weniger. Ob die Wunderdiät auch bei Menschen wirkt, ist ungewiss. Sie soll zunächst dicke Affen entfetten.

Eiskalter Fisch.

Wie überlebt die Winterflunder im polaren Ozean? Pleuronectes americanus steckt Temperaturen bis zu - 1,9ø Celsius, der Gefriertemperatur des salzigen Meerwassers, locker weg. Zwar wissen Biologen schon lange, dass die Tiere über ein Frostschutzprotein (Afp 1, antifreeze protein) verfügen, aber dieses Schutzeiweiß reicht nicht aus. Ab - 1,5ø müsste die Flunder stocksteif in Richtung Meeresboden kentern. Die Lösung entdeckten kanadische Forscher: In Pleuronectes' Blut zirkuliert ein zweites, hyperaktives Afp (Nature Bd. 429, S. 154). Die Frostschutzproteine klammern sich an Eiskristalle und verhindern so Frostschäden in den Zellen.

Kosmische Flaschenpost.

Ein auf den ersten Blick nutzloser Satellit fliegt 2006 ins All: Keo wird keine wissenschaftlichen Instrumente an Bord haben, sondern passiv um die Erde kreisen, bis er in 50 000 Jahren wieder auf den Planeten stürzt. Dann aber, so die Idee des französischen Künstlers Jean-Marc Philippe, werden ihn unsere Nachfahren bergen und darin die Hinterlassenschaft der heutigen Menschheit finden: ein Kompendium des Wissens sowie persönliche Botschaften auf hitzebeständigen Glasplatten. Eine unschätzbare Quelle für die Archäologen der Zukunft - wenn der Feuerball nicht ins Meer plumpst, was mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu befürchten ist. Allerdings fehlen den Initiatoren noch Botschaften aus dem Volk der Dichter und Denker. Vorschläge sind bis 31. Dezember unter www. keo.org. willkommen.