interview Folter im BildSeite 5/5

ZEIT: Das klingt nach westlichem Selbsthass.

Vogl: Nein, man muss nüchtern bleiben, jenseits des narzisstischen Spiels von Selbstliebe und Selbsthass. Deshalb wünscht man sich auch ein Stück Realpolitik zurück, ein Nachdenken über die Folgen und über die Folgen von Folgen. Andernfalls steht am Ende ein trostloser Satz wie am Schluss bei Karl Kraus in den Letzten Tagen der Menschheit. Dort sagt der allmächtige Gott nach dem Desaster: „Ich habe es nicht gewollt.“

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Die Fragen stellte Thomas Assheuer

 
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