Olle Kamellen

Eselsbrücken: "Was vom Abi übrig bleibt ...", ZEIT Nr. 19

Das alles stammt aus einer alten Zeit, der Zeit des starren Bildungskanons, der Didaktik des Eintrichterns. Immerhin haben es die Pauker geschafft, sich mit diesen Sentenzen selbst ein Denkmal zu setzen, wie man sieht.

Mal ehrlich: Ein Religionslehrer, der seinen Schülern die sechs Passionssonntage in richtiger Reihenfolge abverlangt, ist doch von allen guten Päpsten verlassen, oder? Und "bei Issos Keilerei" - welchen grundlegenden Erkenntnisgewinn bringt die Kenntnis solcher Jahreszahlen für das Verständnis komplexer Zusammenhänge?

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Ich hoffe doch sehr, dass die Schule heute einsichtsfördernder, problemorientierter, Schüler motivierender und lebensnäher arbeitet.

Gerhard Junge-Lampart Bretten

Mit Vergnügen habe ich Ihre Liste der Eselsbrücken gelesen, aber als alte Schulmeisterin kann ich es mir nicht verkneifen, Sie auf Irrtümer hinzuweisen:

1. Deutsch: Der Merkvers, der sich auf die Adjektiva, die den Genetiv regieren, bezieht, trifft vor allem auf Latein zu, denn begierig und voll werden heute nicht mehr mit dem Genitiv verbunden (begierig nach, voll von).

2. Latein: Bei dem Merkvers Nach si, nisi et cetera hat sich die Präposition pro eingeschlichen, es müsste aber quo heißen, denn pro heißt für, anstelle von.

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    • Quelle DIE ZEIT, 21/2004
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