„Es ist die einzige UNO, die wir haben“Seite 2/2
Auch Fragen nach der Spionage-Affäre innerhalb der UNO, bei der Washington und London vorgeworfen wird, etliche UN-Diplomaten und Mitarbeiter belauscht zu haben, beantwortete der Schwede Blix. Er selbst habe keinerlei Hinweise darauf, dass sein Büro oder sein privates Telefon verwanzt gewesen seien. Doch wenn dies der Fall gewesen sein sollte, dann hätten sie alle besser hinhören sollen, was ich zum Thema Irak und Massenvernichtungswaffen gesagt habe.
Trotz der ganzen Diskussionen und so mancher Rufmordkampagne US-amerikanischer Medien würde er es nicht bedauern, diesen Job angenommen zu haben. Ganz im Gegenteil: Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte, an dieser schwierigen Mission teilzunehmen. Und ich bin zufrieden damit, dass wir zeigen konnten, dass internationale, unabhängige und professionelle Inspektionen zu Ergebnissen kommen können, die näher an der Wahrheit sind als die Ergebnisse von regierungsabhängigen Geheimdiensten. Die Frage ist nur, ob diese Art der Inspektionen, die ihren Wert und ihre Zuverlässigkeit bewiesen haben, auch in zukünftigen Fällen eingesetzt werden. Vielleicht dann in Nord-Korea?
Übersetzt und zuammengefasst von Karin Geil für ZEIT.de
Zur Aufzeichnung des Chats mit Hans Blix vom 12. Mai 2004
- Datum 13.05.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) ZEIT.de, 13.05.20004
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