Der April fiel aus Sicht der Autoverkäufer positiv aus. Nachdem es bereits im März einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Vergleichsmonat 2003 gegeben hatte, stiegen die Zulassungen neuer Personenwagen auch im April um immerhin 3,4 Prozent. Damit ist der schwache Jahresanfang fast wieder kompensiert. Sowohl das Kraftfahrt-Bundesamt als auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) setzen nun auf einen dauerhaften Aufschwung. Ein Indiz dafür ist auch der Anstieg der Bestellungen bei vielen Herstellern.

Noch allerdings, so ergab eine Analyse des Leverkusener Prognose-Instituts B&D Forecast für das erste Quartal, sind es vor allem die Firmenorders, welche den Aufschwung beim Autoabsatz tragen. Dies spiegelt sich bei näherem Hinschauen auch in der ZEIT-Rangliste wieder. Der rasante Zuwachs etwa beim 5er-BMW ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass viele Manager und Firmenchefs auf den Modellwechsel dieses beliebten Dienstwagens gewartet haben. Der parallele Rückgang des 3er-BMWs zeigt eine weitere Tendenz auf: Wenn ein neues Modell einer Marke auf den Markt kommt, leidet häufig auch das nächstkleinere oder nächstgrößere Modell der Marke darunter, das nicht mehr ganz so frisch ist. Betrachtet man die einzelnen Marken, so zeigt sich, dass in den ersten vier Monaten des Jahres vor allem japanische und koreanische Hersteller ihren Absatz in Deutschland steigern konnten. Dazu gehören Toyota/Lexus, Daihatsu, Subaru, Honda, Mazda beziehungsweise Daewoo und Hyundai. Gut möglich, dass es bald auch das erste japanische Modell, etwa der Toyota Corolla, in die ZEIT-Rangliste der Top 15 schafft.