Indien Megastadt zwischen den ZeitenSeite 4/4
Kalkutta liegt nicht, wie der Schlager es wissen will, am Ganges, sondern an einem seiner Seitenarme, dem Hooghly River. Als die britischen Kolonisatoren Indiens dort Ende des 17. Jahrhunderts auf das bengalische Dorf Kalikata stießen, fanden sie eine günstige Situation für den Transport von Waren nach Europa vor. Mehr als 200 Jahre lang war Kalkutta unter dem Regime der englischen Krone die führende Stadt des Subkontinents. Mit der Verlegung des Regierungssitzes nach Delhi 1911 begann der Abstieg. Es folgte die Teilung Indiens 1948, Ostbengalen spaltete sich 1971 von Pakistan ab und wurde Bangladesch. Inzwischen leidet Kalkutta (im internationalen Sprachgebrauch: Kolkata) nicht nur an den Flüchtlingsströmen aus dem Nachbarstaat und dem eigenen Hinterland, es hat auch sein wirtschaftliches Standbein, die Juteproduktion, verloren. Das Goethe-Institut (in Indien: Max Mueller Bhavan) und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) veranstalteten in Kalkutta eine Konferenz, um unter dem Titel Does Culture Make A Difference? über „Fortschritt“ zu diskutieren. Ein ähnliches Treffen fand in Alexandria, Ägypten, statt ( ZEIT Nr. 16/04: Mitten am Rande der Welt ). Weitere werden in La Paz, Bolivien, Windhoek, Namibia, folgen
- Datum 19.05.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 19.05.2004 Nr.22
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