Noch mit 79 Jahren stand sie in Budapest als Gräfin Mariza auf der Bühne: Marika Rökk, die das Gesicht des deutschen Films von der Nazizeit (Leichte Kavallerie) bis in die fünfziger Jahre (Die Csárdásfürstin) wie wenige geprägt hat, hatte das Talent zur ewigen Jugend. Daneben konnte sie, die 1913 als Tochter eines ungarischen Architekten in Kairo geboren wurde, singen, tanzen, spielen und jedem ihrer Auftritte noch dazu die Pikanterie der Puszta geben oder jedenfalls das, was man sich darunter vorstellen wollte. Auf die Frage Hitlers, was sie denn nicht könne, soll sie einmal geantwortet haben: Deutsch kann ich nicht. Marika Rökk ist jetzt mit 90 Jahren in Baden bei Wien gestorben.