Inszenierung Es werde Heller
André Heller versorgt die Fußball-WM 2006 mit Kultur – Karrierehöhepunkt eines Mannes, der sich selbst als Künstler erschuf.
Wien, 1. Bezirk. Das Palais Windischgraetz. Innen. Leise klassische Musik, der Geruch von Räucherstäbchen. Wir sitzen in einem weitläufigen Raum, dem Musiksalon von André Heller; hier haben bereits Mozart und Schubert musiziert. Der Raum ist angefüllt mit Bildern und Kunstwerken unterschiedlichster Zeiten, Stile und Weltregionen, Keith Haring neben Max Ernst, Basquiat, Picabia, Warhol, Bacon, Wienerisches neben Kambodschanischem, bodenlange Seidenvorhänge verwehren den Blick auf die schmale Innenstadtgasse, das österreichische Mineralwasser wird serviert von der philippinischen Hausangestellten Dina. Eine reich ausgestattete Wunderkammer, die auf ihre öffentliche Wirksamkeit ebenso bedacht ist wie auf ihre private Seele, sehr weit entfernt von Wien und doch so nah an dessen Zentrum, wie es nur geht.
Alles hat seinen wohl überlegten Platz. So sitzt André Heller in einem kleinen Bühnenbild, das aus einem Stuhl von Mies van der Rohe besteht, die Unterarme auf die Rückenlehne des Rot-Blau-Stuhls von Rietveld vor sich gestützt, und geht konzentriert seinem Geschäft nach. Er erzählt eine Anekdote, leise und melodiös. Was immer auch zur Sprache kommt, Heller antwortet mit einer Geschichte, mit noch einer Geschichte, mit Geschichtchen zu den Anekdoten – bis unser Gespräch nach vier Stunden einfach im Satz abbricht, weil es ja irgendwann enden muss. Bereits nach wenigen Minuten sitzen wir mit großen österreichischen Schriftstellern an einem Tisch des Wiener Cafés Hawelka; fünf Minuten später finden wir uns in der Gegenwart wieder, und Heller erzählt vom Kunst- und Kulturprogramm der Fußball-WM 2006 in Deutschland, dessen Koordinator er ist, um fünf Minuten später unter achtzig Zöglinge eines Jesuiteninternats zu geraten, in einen bitterkalten Schlafsaal, der von einem riesigen Kanonenofen geheizt wird und der einigen Jungen als Ziel für ihr Wettonanieren dient.
Obwohl man weiß, dass André Heller jede einzelne dieser Anekdoten schon unzählige Male wiederholt hat und obwohl ihm diese Routine bisweilen die Sätze und Gesten verschleppt, gelingt es ihm mühelos, eine Stimmung aus kindlichem Staunen und behaglichem Zuhören herzustellen, der man sich widerstandslos ausliefert und die ihn schließlich auch selber erfasst, sodass er wieder und wieder von neuem ausholt mit wachsender Begeisterung.
»Ich beleidigte Leute, war angefüllt mit Unsicherheit und Wut«
Anfangs lassen die vielen Geschichten kein rechtes Bild erkennen. Da ist sein kalter, ungeliebter jüdischer Vater Stephan, der freudig zum Katholizismus konvertiert, ein Monarchist und Freund Joseph Roths, der wegen der Nazis aus Wien emigrieren muss, zurückkehrt und opiumsüchtig wird, weil er »über der Hitlerei die seelische Zurechnungsfähigkeit verloren hat«; da ist der Gymnasiallehrer, der den Mitschülern sagt, sie sollten sich nicht neben Franz (wie André H. damals noch hieß) setzen, weil in seinen Adern »böses Blut« fließe; da ist die Geschichte der Schokoladenfabrik, die seinen Namen trägt, seine Vorfahren reich gemacht hat und von der nichts geblieben ist als das hartnäckige Gerücht, er, der »Zuckerl-Jude«, sei steinreich; da sind die unzähligen verpassten Chancen seiner Familie, die aus ihrer Bekanntschaft mit wichtigen Persönlichkeiten nichts Sinnvolles gemacht hat. Und da sind schließlich die vielen großen Schriftsteller wie Karl Kraus, Hilde Spiel, Friedrich Torberg, Heimito von Doderer, Elias Canetti und Joseph Roth, die Heller entweder durch seine alles geliebte Großmutter kennen lernt oder denen er als schulschwänzender Halbwüchsiger im Café Hawelka begegnet.
Es wird klar, dass André Heller mit der Kultur, den Geschichten, dem Geist und dem Atem der österreichischen Zwischenkriegszeit groß geworden ist. Sie ist bereits Vergangenheit, als er 1947 geboren wird, und lebt in Menschen wie ihm weiter als Widerschein und wehmütige Ahnung, was aus diesem kakanischen, katholisch-jüdischen Österreich hätte werden können, wenn, ja, wenn.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass jemand mit einer solchen Biografie sein Leben lang das Gefühl hat, nicht hierher zu gehören ,und in diesem Gefühl typischer nicht sein könnte für sein Land: »Ich war immer fremd hier, ich bin überall auf gepackten Koffern gesessen.« Mit »hier« ist Wien gemeint, wohl auch die Gegenwart. Lange Zeit weiß der junge Heller nicht, wer er ist, was er will und welche Richtung er nehmen soll. Wohin er sich auch wendet, immer stehen da schon die Großen der Vergangenheit und Gegenwart, faszinierend und bedrohlich zugleich – und versetzen ihn in einen schrecklichen Furor: »Ich war als junger Mann wie ein Handgranatenjongleur. Ich beleidigte ununterbrochen Leute. Ich war angefüllt mit Komplexen, mit Unsicherheit, mit Wut – weil ich kapiert hatte, dass es ewig dauern würde, bis ich so eine Wahrnehmungsfähigkeit und Genauigkeit entwickeln würde wie zum Beispiel der heilige Joseph Roth.« Klar ist ihm in dieser Zeit nur eines: »Ich wollte mich in etwas Wunderbares verwandeln.«
Bis zu diesem Moment ist die Biografie des Franz Heller nicht mehr als die Geschichte eines zum Größenwahn begabten Halbwüchsigen – wäre da nicht der kleine, aber alles entscheidende Unterschied, der aus dem zornigen jungen Franz den Künstler, Unternehmer, Sänger und Selbstdarsteller André macht: sein unbedingter Wille, etwas zu tun. »Ich war immer ein Verwirklichungssüchtiger«, sagt er von sich, jemand, »der keine sinnvolle Gelegenheit ungenutzt vorübergehen lassen konnte«, angetrieben von der Wut über die verpassten Chancen seiner Familie und die eigene Unzulänglichkeit.
Doch weil nichts in André Heller »aufzeigt, das gesagt hätte: Nur das! Nur das!«, weil er genauso gerne Texte wie Chansons schreibt, Theater und ein bisschen Klavier spielt, komische Zeichnungen macht, in Kaffeehäusern lebt, sich in das Leben und Werk großer Künstler, seiner »Rabbis«, vertieft und sich in »eine Privatuniversität einschreibt, die lehrt: Fahre zum Beispiel mit der Straßenbahn nach Ottakring oder Währing, wähle zehn Gassen aus und studiere Fassaden und Dachlandschaften, gib dich dem Kunsthistorischen Museum hin oder dem Personal des böhmischen Prater«, weil also beim besten Willen kein klares Ziel zu erkennen ist, bleibt André Heller nur, aus diesem Vielen und Widersprüchlichen ein Ganzes zu formen. Und sich mangels Vorbildern in der Rolle dessen, der all das zu vereinen weiß, selbst zu erfinden.
Den ersten Schritt dazu unternimmt Heller, indem er mit 19 Jahren von der Wiener Polizei fordert, sie möge in seinen Pass als Berufsbezeichnung »Poet« eintragen. Das gelingt zwar ebenso wenig wie der Versuch, als Schauspieler an Wiener Avantgarde-Bühnen zu reüssieren, aber als Moderator beim legendären Popsender Ö3 und mit seiner Arbeit als Koautor der ebenso legendären TV-Show Wünsch Dir was! kommt er seiner späteren Existenz als Künstler schon etwas näher.
Doch anstatt sich nun auf die jahrzehntelange mühsame Kleinarbeit einzulassen, die andere auf sich nehmen, um einen Künstler aus sich zu formen, nimmt André Heller eine radikale Abkürzung. Er stößt die Figur, die er einmal sein will und von der er nicht weiß, wie sie konkret aussieht, ins Zentrum der Öffentlichkeit: Als er 1972 die Chance bekommt, einen Film für das österreichische Fernsehen zu machen, dreht er gemeinsam mit Peter Hajek seinen eigenen Nachruf: »Wer war André Heller?« Er ist damals 25 Jahre alt. Der Film ist die pure Anmaßung, entfaltet aber eine Bilderwelt, die jene des späteren André Heller vorwegnimmt: Man sieht brennende Räume, Kraniche, die hinter einem aufgebahrten Heller-Torso defilieren, Soldaten, die mit Heller-Masken über den Wiener Heldenplatz marschieren, Fantastisches, Kindliches und Triviales. Österreich ist außer sich. Wer ist der größenwahnsinnige Rotzbub, der sich so etwas erlaubt?
Er jagte sein Erbe mit Feuerwerken in die Luft
»Als die Empörung losbrach, habe ich nur denken können: Jetzt gibt es mich! Und ich habe kapiert, dass diese Bilderwelten etwas bewirken.« Wobei Heller, ganz Kind und Kenner seiner Stadt Wien, ein besonderes Kunststück zuwege bringt: Anstatt seine Erkenntnis still zu ertragen, dass man in dieser Stadt erst sterben muss, damit sie einen hochleben lässt, inszeniert er sie und macht sie damit zur Formel seines Triumphs; und bedient sich dabei mit größter Virtuosität der Massenmedien, die er zugleich hinter dem Bild des feinsinnigen Poeten zu verbergen weiß.
Nach diesem Film ist nichts mehr wie zuvor. André Heller verwandelt sich in einen Künstler, der sich selbst ermächtigt, stets auf das Größte, das Poetischste, zumindest aber auf das Genialste zu setzen – der sich zugleich aber durch das Gefühl bedroht sieht, »nicht stemmen zu können, was ich mit mir vorhabe. Ich habe befürchtet, dass alles nur im blamabelsten Eingeständnis enden kann, dass diese Figur André Heller ein Bankrott ist.«
Und dennoch: Er beginnt, mit seinen Chansons auf Tournee zu gehen und aus den vielen ästhetischen Versatzstücken seiner Kindheit und künstlerischen Erfahrungen ein neues Ganzes zusammenzusetzen. So belebt er die Kunstform des Zirkus wieder, es folgen Varietés, der »poetische Vergnügungspark und das reisende Territorium zeitgenössischer Kunst« namens Luna Luna, ein Feuertheater in Berlin und eines in Lissabon, wo Heller große Summen geliehenen Geldes und die allerletzten Reste seines Erbes in die Luft jagt – ohne dafür einen Escudo Eintrittsgeld zu verlangen, immer getrieben von der Fantasie, die Bilder in seinem Kopf Wirklichkeit werden zu lassen. Die Pleite droht. Ein vermögender Manager namens Stefan Seigner spricht Heller an und bietet an, ihm die Geschäfte zu führen; Heller willigt spontan ein, und Seigner macht aus dem hemmungslosen Künstler einen unternehmerisch erfolgreichen, bis heute. Firmen beauftragen Heller, ihnen Poesie zu verleihen. Hundertausende sehen seine Feuerwerke, seine Akrobatenshows, Millionen seine Inszenierungen wie beispielsweise jene »Kristallwelten«, die er für eine Glasschleiferei im österreichischen Wattens schafft, dem zweitbeliebtesten Touristenziel nach Schloss Schönbrunn.
Dass der eine oder andere Flop unter seinen Inszenierungen ist wie ein Erlebnispark namens Meteorit, den Heller 1998 für die RWE in Essen realisiert, kann seinen Ruf nicht beschädigen, Künstler und Massenbeschwörer gleichermaßen zu sein. Denn anstatt sich in die schwindelnden Regionen der Hochkultur zu begeben, wie es seine großen Vorbilder nahe legen, zieht er ein paar Stockwerke tiefer. Heller wendet sich der Populärkultur zu, dem Wienerlied, den Volksvergnügen, der Gartenkunst, und befördert sie aus dem Alltäglichen ein paar Ebenen höher. Im Gegenzug holt er seine Kunstgötter aus dem Olymp und überredet sie erfolgreich, ihm ein paar Treppen tiefer zu folgen – um schließlich in einer bequem für alle erreichenbaren Mittellage, einer Art Beletage der Weltkultur, sein eigenes Reich zu errichten: ein Kultur-Tingeltangel mit all seinen strahlenden und trivialen, faszinierenden und verschmockten Details, diesem Gesamtkunstwerk aus Volkstheater und Weltliteratur, aus anrührenden Illusionen und medienwirksamem Krach, aus tränentreibenden Wienerliedern und bizarren Kunstfurzern, aus jüdischer Geschichte und katholischer Opulenz, aus faszinierender Strenge und enervierender Verquatschtheit.
Je nachdem, mit welchem Temperament und welcher Ideologie die Betrachter begabt sind, reagieren sie auf dieses Werk: Für die einen ist André Heller der Inbegriff des Generaldilettanten, ein Kitschier, ein Blender, ein geschickter Verwerter fremder Kreativität; für die anderen die Personifikation des Poeten, dem alles, das er anfasst, zum Kunstwerk wird. Unversöhnlich stehen die beiden Gruppen einander gegenüber, und wie man die Österreicher anhand der Zugehörigkeit zu einem politischen Lager ordnen kann, so kann man sie mühelos in Heller-Hasser und Heller-Freunde teilen – andere wird man kaum finden. Nur in einem, da sind sie sich einig: Sie zielen aufs Ganze, Zustimmung oder Ablehnung, ja oder nein – so wie André Hellers Unternehmungen.
Er brachte Gerhard Schröder zum Schweigen, darauf ist er stolz
Hellers Welt ist groß und weit, so groß und weit, dass sogar für ernst zu nehmendes gesellschaftliches und politisches Engagement Platz bleibt, dessen Beharrlichkeit selbst vielen seiner Kritiker Respekt abnötigt: Seit Jahren schon kämpft Heller gegen die rechtspopulistische Politik, für die Jörg Haider beispielhaft steht, und das ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile; Heller wirkt als informeller Berater von Politikern, Wirtschaftsleuten und Medienmachern, bringt immer wieder Menschen zusammen, und – wieder so eine »sinnvolle Gelegenheit«, die er nicht ungenutzt vorübergehen lassen kann – er interviewt Traudl Junge, die letzte Sekretärin Adolf Hitlers; gemeinsam mit Othmar Schmiderer verwandelte er das Gespräch in den strengen, eindrucksvollen Dokumentarfilm Im toten Winkel , den nicht nur die New York Times bejubelte.
Fragt man André Heller, ob es in all den ästhetischen Sensationen nicht doch die Sprache ist, die ihm letztlich am nächsten sei, antwortet er mit einer Anekdote über seine Zeit im Internat. So liegt es an einem selbst, zu behaupten, dass es vor allem die Chansons sind, die ihn am deutlichsten in seiner Vielfalt zeigen: als lustvoll aggressiven Wiener, der gemeinsam mit seinem Freund, dem wundervollen Rezitator und Schauspieler Helmut Qualtinger, »Bei mir seid ihr alle im Arsch daheim und ich bin dem Arsch sein Abszess« singt; als beständig zwischen Zu- und Abneigung schwankenden Sohn seiner Stadt (»Wien, du bist eine Puffmadame«) und seiner Kultur (»Abendland, ich achte und verachte dich«) und als Autor bleibender Textzeilen. Fünfzehn LPs produzierte Heller, bis er 1983 damit Schluss gemacht hat. Kaum jemand der mittleren Generation, der nicht irgendeines seiner Lieder kennt, ob als glühender Verehrer oder als ebenso glühender Hasser des Sängers.
André Heller ist 57 Jahre alt. Sein ehedem hageres Gesicht ist fülliger geworden, das Haar und der Bart grau, seine Gesten und sein Gang wirken etwas verschleppt. Es ist zu früh für das große Resümee, und doch zwingt einen der Versuch, sein Leben zu schildern, zu radikalen Verknappungen. »Schreiben Sie einen Nachruf auf mich«, schlägt Heller vor, »denn im Prinzip stirbt man ja ohnehin jeden Tag.« Und dann sagt er: »Alle fünf Jahre ist man jemand ziemlich anderer.« Wenn sich Heller in etwas täuscht, dann darin. Denn in all den Mäandern seines Werkes ist er Wesentlichem treu geblieben. So hat er vor kurzem eine CD namens Ruf und Echo aufgenommen, gemeinsam mit Musikern wie Xavier Naidoo, Thomas D und Brian Eno. In sechs Jahren werde er noch eine allerallerletzte machen, denn für bestimmte Wienerlieder, die Paul Hörbiger oder Hans Moser gesungen haben, müsse man über 60 Jahre alt sein. Und er erzählt mit Funkeln in den Augen von einem seiner jüngsten Projekte, bei dem er Gerhard Schröder und Claudia Schiffer in Zürich dazu gebracht habe, während der Abschlusspräsentation für die Fußballweltmeisterschaft 2006 im Bühnenhintergrund zu stehen, eine Dreiviertelstunde lang, schweigend und daumendrückend.
»Diese Szene hatte etwas von jenen practical jokes , die Qualtinger und ich früher gerne gemacht haben.« Mit dem bekannten Resultat: Deutschland wird die WM austragen und Heller deren Kulturprogramm gestalten – und auf dem Weg dorthin noch jede Menge kleiner und großer Projekte: So wird Ende Juni erstmals ein Magazin namens Anstoß erscheinen, das die ungleichen Zwillinge Kultur & Fußball zusammenbringt, wird der bekannte Ausstellungskurator Harald Szeemann im Herbst kommenden Jahres eine Großausstellung zeigen, die ihre zeitgenössischen Kunstobjekte entlang der Assoziationskette Beschleunigung–Spiel–Leder zusammenträgt; von diesem Sommer an werden Literaten wie Imre Kertész, Herta Müller, Tankred Dorst, Claudio Magris und Robert Schindel in internationalen »Trainingseinheiten« über »Welt-Literaturen« nachdenken, wird gemeinsam mit der Berlinale ein Kurzfilmwettbewerb zum Thema Fußball ausgelobt und der Fußball-»Globus« – eine mobile Ausstellungshalle in Form eines Fußballs, in der auch die ZEIT Lesungen veranstaltet hat – weiter durch Deutschland rollen, nach Leipzig und Hamburg.
Doch, etwas Entscheidendes hat sich verändert: Den handgranatenjonglierenden Heller hat er hinter sich gelassen. Und mit den ständigen Selbstzweifeln, den Kämpfen mit den Lordsiegelbewahrern der Hochkultur, die ihn seit Jahrzehnten schmähen und gegen die er polemisiert, ist es vorbei – zumindest in diesem Moment: »Vieles war und ist von der Haltung getragen: Okay, versuchen wir’s. Vielleicht verwandelt es mich günstig.«
- Datum 20.03.2007 - 12:40 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 27.05.2004 Nr.23
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