zeitgeschichte Solange die Sonne scheintSeite 5/5
Nur eines scheint gewiss: Ein Schlaraffenland, in dem wir über Energie im Überfluss verfügen, wie noch von den Ingenieurs-Utopisten des 20.Jahrhunderts erträumt, ist selbst bei der intelligentesten Nutzung aller erneuerbaren Energien nicht in Sicht. Aber möglicherweise stellt sich die größere Herausforderung ja auch anderswo. Sie lautet: die Begrenztheit der Ressourcen bewusst zum Konzept zu machen. Eine Lebenskunst der Reduktion, des Verzichts, zu entwickeln, die nicht in Schäbigkeit, Tristesse und den Kult des Billigen abstürzt. Hier aber hilft uns keine Sonnenenergie, sondern allein die Kraft der Fantasie.
Der Autor ist Publizist und lebt in Marl
- Datum 27.05.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 27.05.2004 Nr.23
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