Geschichte Sehnsucht nach AnerkennungSeite 3/3
Dies ist kein Plädoyer für eine offiziöse Geschichtspolitik, wohl aber eines für neue Trennschärfe, um nicht alles mit allem zu einem Bild von Siegern und Opfern zu vermischen. Und es ist ein Plädoyer für erkennbar Normatives, das sich nicht im Ruf nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat erschöpft. Im Gegenteil: Das gerade nicht. Die Geschichte einer Beruhigung ist auch die einer Beunruhigung, wie sich zeigt. Die eigene Vergangenheit, die sich allem Begreifbaren am Ende immer entzog, erscheint – wohlgeordnet. Unvermittelt ertappt man sich seltsamerweise bei dem Gedanken, dass man sie sich weniger ordentlich wünscht.
- Datum 24.06.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 24.06.2004 Nr.27
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