In der Physik gilt: Energie kann nicht aus dem Nichts entstehen und auch nicht einfach ins Nichts verschwinden. In der verwandten medizinischen Energiedisziplin Diätkunde gelten ähnlich strenge Regeln. Wer seinem Körper reichlich Energie in Form von Sahnetörtchen und Pommes zuführt und wenig Energie durch Bewegung verbraucht, wird dick.

Nach den Regeln der Physik ließe sich eine allzu positive Energiebilanz leicht austarieren: Überschüssige Pfunde saugt der Schönheitschirurg ab. Dummerweise kommen in der Medizin zum Energieerhaltungssatz die dynamischen Gesetze der Biologie hinzu. Und die sorgen dafür, dass das Fettabsaugen zwar dünner, aber nicht gesünder macht. Die so Behandelten haben nach wie vor eine gefährliche Neigung zu Diabetes, Bluthochdruck und Herzinfarkt, wie Wissenschaftler soeben im New England Journal of Medicine nachwiesen. Das maschinelle Abspecken ist demnach pure physikalische Kosmetik.

Nur wer seine Energiebilanz ohne ärztliche Mechanik in den Griff bekommt, gesundet. Es gilt, dem Trägheitsgesetz zu widerstehen und strikt nach dem ersten Hauptsatz der Diätetik zu leben: "Du sollst nicht schlemmen. Benutz gefälligst die Treppe!" hal