Ein Bildungsplan für jeden Schüler

Ursula Walther, stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats

Aus dem Zeugnis erfahren Schüler nur, in welchen Fächern sie besser oder schlechter sind als der Rest der Klasse. Wie sie effektiver lernen, steht dort nicht. Daher bin ich für einen individuellen Bildungsplan, der Stärken und Schwächen der Schüler auflistet und konkrete Schritte beschreibt – für Eltern und Schüler, aber auch für Lehrer. Ihr Job ist es schließlich, die Schüler zum Erfolg zu führen. Den Plan könnten Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam aufstellen und unterschreiben, damit sich alle dran halten, Kinder wie Erwachsene. Wenn Lehrer dafür andere Aufgaben weglassen dürften, etwa das Schreiben von Zwischenzeugnissen, wäre so ein Bildungsplan keine zusätzliche Belastung. Doch der pädagogische Gewinn wäre enorm.

Semesterarbeiten statt Hausaufgaben

Mareike Glensk, 19, Abiturientin aus Berlin