Schule Zehn Ideen für eine bessere SchuleSeite 6/6

Peter Daschner, Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg

Schülerrückmeldungen sollten fester Bestandteil des Unterrichts werden. Unterricht ist nicht allein Lehrersache, denn Erfolg wie Misserfolg sind gemeinschaftliche Produkte. Deshalb sollte Selbstwahrnehmung mit Fremdwahrnehmung abgeglichen werden. Das ist gut für Lehrer: Sie erhalten Hinweise zur Wirkung ihres Unterrichts und Anerkennung oder Korrektursignale. Das ist gut für Schüler: Sie werden als Lerner und Mitgestalter ernst genommen und an der Entwicklung von Kriterien für guten Unterricht beteiligt. Feedback in Form von Fragebögen, Diskussionen oder Kartenabfragen schafft Dialogmöglichkeiten. Fehler, blinde Flecken und Missverständnisse können so abgebaut werden.

Das sauberste Klassenzimmer

Frank Oerzen, Hausmeister am Hamburger Gymnasium Johanneum

Die Schulleitung könnte jedes Halbjahr einen Wettbewerb um den saubersten Klassenraum ausrichten. Ich als Hausmeister bekomme ja ganz genau mit, welche Klassen ordentlich aussehen und welche nicht. Die Siegerklasse könnte in der Schülerzeitung stehen und einen Preis gewinnen, zum Beispiel einen Kinobesuch. Sauberkeit ist für jeden schön und auch wichtig, damit man sich wohlfühlt und gerne lernt. Das Schulgebäude ist der zentrale Lebensort für die Schüler, erst recht, wenn die Ganztagsschule kommt. Bei uns sind die Schüler seit Jahren angehalten, die Stühle hochzustellen, den Müll zu entsorgen, zu fegen und die Tafel zu wischen. Und wer das am gewissenhaftesten macht, sollte belohnt werden, ist doch klar.

 
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