Billigflieger »In zehn Jahren fliegen alle umsonst«Seite 9/11
O’Leary: Aber die Preise über den Atlantik sind schon so niedrig, da gibt es für uns nicht viel zu holen. Die höchsten Preise, umgerechnet auf den Preis je Flugmeile, verlangen die alten Airlines innerhalb Europas. Da hatten sie lange ein Monopol. Und da greifen wir sie jetzt an.
ZEIT: Ursprünglich wollten Sie 2003 die ersten rein innerdeutschen Flüge anbieten. Daraus ist bis heute nichts geworden. Ist Lufthansa zu stark?
O’Leary: Wir haben dieses Jahr acht neue Strecken von Deutschland zu einem Ziel in Europa eröffnet. Wir hätten gar nicht genug Flugzeuge, um auch noch innerdeutsch zu fliegen. Irgendwann wird das kommen, aber nicht sofort.
ZEIT: Noch einmal: Weil Sie gegen den Konkurrenten Lufthansa nicht bestehen können?
O’Leary: Natürlich könnten wir das. Die Frage ist, welcher Flughafen uns ein gutes Angebot macht, wo wir also zu niedrigen Kosten arbeiten können.
ZEIT: Ist das Problem der innerdeutschen Flüge vielleicht, dass sie gar nicht umhinkommen würden, doch von den großen Flughäfen aus zu starten, also den teuren Airports, die Sie heute meiden?
O’Leary: Wir werden niemals von einem Flughafen wie München fliegen. Das ist ein lächerlich teurer Flughafen, von Politikern entworfen, um die Kunden auszunehmen. Lufthansa will natürlich, dass der Flughafen hohe Gebühren verlangt, denn damit werden wir draußen gehalten. Das Beste, was München passieren könnte, wäre, den Flughafen zu sprengen und eine Nummer kleiner wieder aufzubauen.
- Datum 22.07.2004 - 14:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | Auf einer Seite lesen
- Quelle (c) DIE ZEIT 22.07.2004 Nr.31
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:



