roboter Moral in Dosen

In »I, Robot« laufen mal wieder die Roboter Amok. Dabei hat man ihnen doch den Anstand fest eingebaut

Sonny schaut unschuldig, doch er steht unter Mordverdacht

Absolut sicher, hree laws safe, sind die Roboter der Firma US Robotics in dem Film (Kinostart: 6. August) angeblich; gesichert durch drei Gesetze. In Wirklichkeit sind sie das natürlich überhaupt nicht, und das Desaster kann seinen Lauf nehmen. Der Polizist Des Spooner, gespielt von Will Smith, muss im Jahr 2035 die Welt vor einer Horde durchgedrehter Roboter retten, die sich trotz der fest verdrahteten Regeln gegen ihre Herren wenden.

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Die Story ist angelehnt an die gleichnamige Sammlung von Science-Fiction-Geschichten, die Isaac Asimov in den vierziger und fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts schrieb. Dabei geht es immer um die Frage, wie man autonom agierende Roboter dazu bringt, moralisch einwandfrei zu handeln. Die (scheinbare) Lösung sind die besagten drei Gesetze:

1. Ein Roboter darf einem Menschen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass ihm Schaden zugefügt wird.

2. Ein Roboter muss die Befehle eines Menschen befolgen, es sei denn, diese Befehle verletzen das erste Gesetz.

3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, es sei denn, dies würde das erste oder das zweite Gesetz verletzen.

Lassen sich die Blechmänner mit einer solchen »eingebauten Moral« davon abhalten, Böses zu tun? Dass das nicht richtig funktioniert, machte schon Asimov vor 60 Jahren zum Spannungsmotor seiner Geschichten. Und die Roboterforscher von heute winken nur müde ab, wenn sie auf die drei Gesetze angesprochen werden. »Der Film greift zurück auf die Paradigmen der fünfziger Jahre«, sagt etwa Frank Pasemann, der am Fraunhofer-Institut für Autonome Intelligente Systeme (AIS) in Sankt Augustin Roboter baut und den Film schon einmal vorab anschauen durfte. In der Frühzeit der Künstlichen Intelligenz (KI) glaubten die Wissenschaftler noch, Intelligenz ließe sich durch eine Folge logischer Programmanweisungen konstruieren, wenn auch nicht ganz so simpel wie in Asimovs Geschichten. Heute geht die Wissenschaft davon aus, dass Intelligenz ein »emergentes« Phänomen ist – also eines, das bei hinreichender Komplexität der Elektronengehirne von selbst entsteht und das man dann in den Innereien des Computers ebenso wenig lokalisieren kann wie in den Windungen des menschlichen Gehirns.

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