Sieben Fragen im StehenMitten aus dem Auge

Edwin Gnos ist Geologe an der Universität Bern von willmann

Sie haben in der Wüste von Oman einen Mondmeteoriten entdeckt.

Wir sahen ihn, während einer Meteoriten-Suchexpedition, beim Blick aus dem Autofenster. Schon beim Aussteigen dachte ich mir: Der sieht aber nicht normal aus. Ganz grün.

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Woran erkannten Sie, dass er vom Mond stammt?

Die hellen, eckigen Bruchstücke von Feldspat deuteten darauf hin. Sofort suchten wir die Umgebung nach weiteren Exemplaren ab. Aber die gute Rundung – wie bei einem im Bach geschliffenen Kieselstein – deutete darauf hin, dass es sich um ein Einzelstück handelte, also nicht um das Bruchstück eines größeren, beim Aufprall zerschellten Exemplars. Sein Name Sayh al Uhaymir 169 bezieht sich auf die Landschaft, in der er gefunden wurde – er bedeutet "hellrote Ebene". Die Zahl sagt uns: SaU 169 ist der 169. Meteoritenfund in der Gegend.

Wie viele Mondmeteoriten kennt man?

Es sind jetzt 30 vom Mond und 31 vom Mars. Ich habe aber schon läuten gehört, von beiden Himmelskörpern sei in der Antarktis je ein weiteres Exemplar gefunden worden.

Ihr Fund ist etwas ganz Besonderes. Es handelt sich um ein Staubkorn aus dem rechten Auge des Mannes im Mond!

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