energie Wo der Wind regiertSeite 3/3

Bürgermeister Rasmussen wischt sich den Schweiß von der Stirn, als das Schnellboot mit den Eröffnungsgästen am Nachmittag wieder ablegt. Utsira hat seine Ruhe wieder, gestört nur von den schrillen Schreien der Möwen. Ein paar Techniker machen sich an den Stromkästen zu schaffen. Sechs Wochen wird es noch dauern, so stellt sich jetzt heraus, bis die zehn Haushalte ihren Strom tatsächlich aus der Wind-Wasserstoff-Anlage beziehen. Bis dahin soll ihr Verbrauchsverhalten in allen Extremen simuliert werden. »Wir wollen ja nicht, dass später dreimal am Tag das Licht ausgeht«, sagt Ingenieur Rohden. Der Bürgermeister hat inzwischen Amtskette und Anzug abgelegt und schlendert in Jeans durchs Dorf. »Der Einstieg in die Energie der Zukunft, das war heute ein Weltereignis«, sagt er und grinst. Morgen wird er sich wieder mit der Energie der Gegenwart befassen. Rasmussen verdient sein Geld nämlich als Hubschrauberpilot auf den Ölfeldern. Und die werden, das hoffen alle auf Utsira, noch lange sprudeln.

 
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