essay Auch ein Klon ist frei geborenSeite 5/5

Alles in allem genommen, erscheinen mir die Argumente gegen das reproduktive Klonen bemerkenswert schwach angesichts der Stärke und auch der Breite des Konsenses gegen dieses Verfahren. Zugleich ist anzuerkennen, dass es keinen zwingenden Grund für das reproduktive Klonen gibt; in dieser Hinsicht unterscheidet es sich stark von einer anderen neuen Technik, der Forschung an embryonalen Stammzellen. Und es muss noch einmal wiederholt werden: Was immer jemand über die hier diskutierten Fragen denkt, es darf keine Uneinigkeit darüber geben, dass eine Erlaubnis des reproduktiven Klonens mindestens so lange nicht infrage kommt, bis die Sicherheit dieser Technik hinreichend demonstriert wurde.

Bis dahin mag es gleichwohl klüger sein, sich mit Überwachung zu begnügen – und auf ein prinzipielles Verbot zu verzichten.

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Der Autor leitet die Abteilung für medizinische Ethik an der Harvard Medical School; zuvor arbeitete er als klinischer Bioethiker für die National Institutes of Health (NIH)

Aus dem Englischen von Gero von Randow

 
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  • Quelle (c) DIE ZEIT 19.08.2004 Nr.35
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  • Schlagworte Recht | Essay | Hans Jonas | Genom
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