migration Das globalisierte DienstmädchenSeite 14/14

Jetzt lebt Helen Seals allein in ihrem Häuschen. Eine alte Frau ist sie, mit kaum mehr als 60 Jahren, die hin und wieder im Garten arbeitet, keine Geldprobleme hat, aber sich vor Schmerzen krümmt, wenn sie von ihrer Einsamkeit erzählt. Keines der inzwischen erwachsenen Kinder kümmert sich um sie, nur eine Tochter schaut sporadisch vorbei, was unvorstellbar ist in einem Land, in dem die Familie als Kern privaten Glückes gilt.

Helen Seals aber hat ihre Kinder verloren. Die teure Privatschule haben sie früh verlassen, ein paar hatten mit Drogen zu tun, zu vernünftigen Jobs haben sie es nicht gebracht. Insofern verwundert nicht, was sie da neulich gehört hat, über einige ihrer Kinder: dass sie weggehen wollen aus den Philippinen, ins Ausland. Zum Arbeiten.

* Name von der Redaktion geändert

 
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