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Die Strategie der Gewalt ist gescheitert, sagt Mustafa Barghouti, Generalsekretär der Palästinensischen Nationalinitiative von Joerg Lau

DIE ZEIT: Herr Barghouti, die zweite Intifada dauert jetzt schon vier Jahre. Was hat sie den Palästinensern gebracht?

Mustafa Barghouti: Zunächst war die Intifada ein legitimer Ausdruck allgemeiner Frustration und Demütigung. Die Militarisierung aber war ein großer Fehler.

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ZEIT: Arafats Fehler?

Barghouti: Nicht allein, aber er hat daran mitgewirkt. Die Eskalation durch ihn und Hamas hat unserer Sache einen schlechten Dienst erwiesen.

ZEIT: Sehen das die Militanten auch so?

Barghouti: Die Strategie der Gewalt ist gescheitert. Das sagen auch viele, die mit Hamas sympathisiert haben. Allerdings kommen auch die Israelis mit ihrer Gewalt nicht weiter. Meine Partei, die Palästinensische Nationalinitiative, verfolgt einen strikt gewaltfreien Kurs. Wir wollen der palästinensischen Sache ein neues Gesicht geben und Vertrauen schaffen.

ZEIT: Vertrauen - wenn Terroristen gerade wieder 16 Menschen umgebracht haben?

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