Kinder ausländischer Herkunft schneiden in unseren Schulen schlecht ab. Das zeigten Statistiken schon vor der Pisa-Studie. Nur zehn Prozent von ihnen schaffen das Abitur, jedes fünfte Migrantenkind verlässt die Schule ohne Abschluss. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht: In einem Gutachten, das Wissenschaftler der Universität Hamburg für die Bund-Länder-Kommission erstellt haben, heißt es: "Die Abstände zwischen dem Erfolg der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und dem der deutschen sind faktisch über die vielen Jahre, in denen das deutsche Bildungssystem mit Zuwanderung zu tun hat, ungefähr gleich geblieben." Bereits in der Grundschule müssen ausländische Schüler bis zu viermal so oft eine Klasse wiederholen wie deutsche. Der Zahl der deutschen Kinder, die von der Grundschule auf ein Gymnasium wechseln, ist fast dreimal so hoch wie die Zahl ausländischer Kinder. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Schweden. Das Land hat vergleichsweise ebenso viele Zuwanderer und Flüchtlinge zu integrieren wie Deutschland und erzielte bei der Pisa-Studie dennoch bessere Ergebnisse. Bei Ausländerkindern wie bei Einheimischen.