Boudreaux wäre nicht nur ein hervorragender Fifi für den Heimgebrauch, sondern auch ein guter Schlittenhund. Er kann Stöckchen und Steine apportieren, folgt seinem Herrchen auf dem Fuß und zieht bei Bedarf einen schweren Transportschlitten durch unwegsames Gelände. Es fehlt ihm einzig das Fell - seine Haut besteht aus kaltem Metall. Vergangene Woche präsentierte Chris Culbert, Leiter der Roboter-Forschung am Johnson Space Center der Nasa, den Vierrädrer auf der Space-2004-Konferenz im kalifornischen San Diego.

Der treue Gefährte, der vollständig Extra-Vehicular Activity Robotic Assistant heißt (von Freunden aber kurz ERA gerufen wird), kann noch weitaus mehr als den Astronauten auf langen Missionen Gesellschaft leisten und Bring das Stöckchen! spielen. Mit seinen wendigen Rädern und Funktionsarmen ist Boudreaux beweglicher als ein Raumfahrer im dicken Anzug. Die Befehlssteuerung des Fahrzeugs erfolgt - analog zum tierischen Hündchen - über die menschliche Stimme.

Im April testete das Entwickler-Team den etwa Shetlandpony-großen Roboter in der unwegsamen Wüste des US-amerikanischen Bundesstaates Utah. Dabei durften sich Geologie-Studenten in Raumanzügen von Boudreaux Schraubenzieher reichen und leichtes Gepäck hinterhertragen lassen. Schon bald begannen die Tester, ihn tatsächlich wie einen vierbeinigen Gefährten zu behandeln.

Es hat großen Spaß gemacht, die Probanden dabei zu beobachten, wie sie herausfanden, was der Roboter alles für sie tun kann, kommentiert Kim Tyree, Ingenieurin der Gruppe, den geglückten Geländeversuch.