1. Stufe: Ein Land kommt für den Schuldenerlass prinzipiell infrage, wenn es von IWF und Weltbank als hoch verschuldet und arm anerkannt ist: Das Bruttosozialprodukt pro Kopf muss unter 925 US-Dollar liegen, der Wert der Schulden muss die Grenze von 150 Prozent der Exporterlöse eines Jahres übersteigen. Über diese Stufe sind elf Länder noch nicht hinausgekommen: Burundi, die Elfenbeinküste, die Komoren, Laos, Liberia, Myanmar, die Republik Kongo, Somalia, der Sudan, Togo und die Zentralafrikanische Republik.

2.Stufe: Den so genannten Entscheidungspunkt erreichen Länder, wenn sie Konzepte für gute Regierungsführung und zur Armutsbekämpfung vorlegen. Dann erhalten sie Zusagen für eine künftige Entlastung. Dieses Stadium haben 14 Länder erreicht: die Demokratische Republik Kongo, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea Bissau, Honduras, Kamerun, Madagaskar, Malawi, Ruanda, Sambia, Sao Tomé und Principe, Sierra Leone und der Tschad.

3.Stufe: Nach einer - nicht befristeten - Bewährungszeit folgt der so genannte Vollendungspunkt. Dann wird ein Teil der Schulden tatsächlich erlassen. Das gilt bisher für 13 Länder: Äthiopien, Benin, Bolivien, Burkina Faso, Guyana, Mali, Mauretanien, Mosambik, Nicaragua, Niger, der Senegal, Tansania, Uganda.