Tyrannosaurus Rex' Urgroßmutter trug möglicherweise eine Federboa. Ein Forscherteam um den Paläontologen Xiang Xu vom American Museum of Natural History fand im westlichen Liaoning in China die Überreste eines relativ kleinen (etwa 1,5 Meter großen) Tyrannosauroiden, dessen Haut mit federartigen Strukturen bedeckt ist (Nature, Nr. 431, S. 680). Das Skelett stammt aus einer Schicht, deren Sedimente 139 bis 128 Millionen Jahre alt sind. Der Saurier, obwohl doppelt so alt wie der T. Rex, sah im Profil mit der typisch rechteckigen Schnauze seinem gefürchteten fleischfressenden Nachfahren bereits ähnlich.

Die Uferschnepfe scheint ein treuloses Tier zu sein. Kommt der Herbst, trennen sich die Brutpaare der Unterart Limosa limosa islandica, und jedes Individuum geht seiner Wege. Irgendwo zwischen England und Spanien suchen sich die Vögel ein Winterquartier, im Regelfall knapp tausend Kilometer vom Partner entfernt. Doch wie ein britisches Wissenschaftlerteam herausfand, währt die Scheidung nur einen Winter lang (Nature, Nr. 431, S. 646). Im Frühjahr finden die Paare wieder zusammen - wobei Männchen und Weibchen wie auf Absprache in einem engen Zeitfenster von nur drei Tagen gemeinsam in Island eintreffen. Pech haben dabei die Unpünktlichen. Verschläft eine Schnepfe die Heimreise aus dem Urlaub, hält die andere Ausschau nach Ersatz.

Stress macht aggressiv. Warum wir auf psychische Belastung mit Gewalt reagieren, untersuchten Wissenschaftler an 53 männlichen Ratten (Behavioral Neuroscience, Bd. 118, Nr. 5). Die Forscher reizten jene Hirnregion, die mit Aggressionen in Verbindung gebracht wird. Daraufhin schütteten die Männchen das Stresshormon Corticosteron aus. In einer Gewaltspirale zog der erhöhte Hormonspiegel nun wiederum gesteigertes aggressives Verhalten der Ratten nach sich. Da Corticosteron dem menschlichen Stresshormon Cortisol ähnelt, könnte diese Kettenreaktion auch erklären, warum sich ein gestresster Parkplatzsucher selten beruhigen lässt.