Nicht Pistolen töten, sondern Menschen. So lautet das gängige Argument all jener, die sich insbesondere in den USA für das Recht auf Waffenbesitz aussprechen. Eine aktuelle Studie der Ökonomen Philipp Cook (Duke University) und Jens Ludwig (Georgetown University) zweifelt diese These nun an.

200 Millionen Feuerwaffen befinden sich in den USA in privatem Besitz. Cook und Ludwig haben Daten aus mehreren hundert amerikanischen Landkreisen untersucht - und dabei festgestellt: Je höher die Verbreitung von Gewehren, Revolvern und Pistolen, desto höher tendenziell die Zahl der Tötungsdelikte.

Hauptgrund sei dabei weniger, dass unbescholtene Waffenbesitzer plötzlich zu Mördern mutierten, sondern dass sich in Gegenden mit hoher Schusswaffendichte auch Kriminelle leichter mit Waffen versorgen könnten.