Stimmt’s? Gesund mit Silber

Stimmt es eigentlich, dass Silber eine antibakterielle Wirkung hat? Und dass Silberbesteck deshalb gesünder ist als Esswerkzeug aus anderem Metall? Inzwischen gibt es auch Kühlschränke, die von innen silberbeschichtet sind. Friedbert Fork, Kirchheim

Seit der Zeit der alten Perser kennt man silberbeschichtete Trinkgefäße, und die Pioniere in den USA legten bisweilen eine Silbermünze in ihre Milchkannen – die Milch hielt sich länger.

Erst die moderne Wissenschaft kann diese Wirkung erklären. Silberionen verbinden sich mit gewissen Proteinen, erläutert Michael Wagener vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung in Bremen, und verändern deren Geometrie, sodass sie nicht mehr wirksam sind. Bakterien tragen diese Proteine außen, menschliche Zellen dagegen innen. So gibt es eine Dosierung, in der das Silber Keime tötet, für unsere Gesundheit dagegen unbedenklich ist.

In der kurzen Zeit, in der man das Essen mit der Gabel zum Mund führt, gibt das Besteck aber wohl kaum genügend Ionen ab, um eventuelle Bazillen zu vernichten. Bei Gefäßen dagegen ist die Wirkung durchaus relevant. Christoph Drösser

Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das »Stimmt’s?«-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Audio: www.zeit.de/audio

 
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