iran Regime-Wechsel, zweiter TeilSeite 4/4
Gerade erst haben die USA Israel zugesagt, 500 bunkerbrechende Bomben zu liefern. Frage an Jinsa-Direktorin Shoshana Bryen: Ist das schon eine strategische Kooperation für einen Plan B gegen Iran? Das Pentagon spiele im Moment alle möglichen militärischen Optionen gegenüber Iran durch, entgegnet die Lobbyistin, »aber alle enden in einem Desaster für Israel. Denn Iran hat im Libanon ungefähr tausend Scud-ähnliche Raketen stationiert. Das Pentagon arbeitet daher sehr hart daran, eine andere Lösung zu finden.« Wie die aussehen könnte? Na, vielleicht so, orakelt Bryen, dass das gegenwärtige iranische Regime durch »rationale Akteure« ersetzt werde? Woher sie ihr Wissen beziehe? Nun, »aus anonymer Quelle sozusagen«.
Bliebe noch die Frage, ob jenen Iranern, die einen Umsturz in ihrem Land angehen könnten – seien es Studenten oder Dissidenten im System – amerikanische Hilfe willkommen wäre? Im American Enterprise Institute (AEI), dem großen Neocon-Think-Tank, hat man da überhaupt keine Zweifel. »Was machen denn die Iraner an jedem 11. September?«, fragt Danielle Pletka, die Vizepräsidentin des AEI. »Sie zünden Kerzen an. Damit senden sie doch eine Botschaft aus!« Auch Pletka engagiert sich deshalb in der Koalition für Demokratie in Iran. »Amerika«, sagt sie, »ist das beste Land der Welt, auch wenn das nicht alle so sehen. Es hat immer das Gute gebracht.«
- Datum 07.08.2006 - 07:09 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 28.10.2004 Nr.45
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