Bilder, zur Sonne, zur Freiheit, endlich hinaus mit ihnen ans Licht der Öffentlichkeit. Aus der riesigen Sammlung nahezu unbekannter Werke des Kunstarchivs Beeskow stammen 60 Landschaftsbilder und 30 Grafiken, die jetzt in Potsdam zu besichtigen sind. Sie dokumentieren, wie DDR-Maler ihre Heimat sahen, und zeigen gleichzeitig den Wandel in der künstlerischen Ausdrucksweise zwischen den fünfziger und achtziger Jahren. Eine positive Ausstrahlung hatten die frühen Arbeiten zu verbreiten, ob sie nun unberührte Natur, Industrieansiedlungen oder Plattenbauten zeigten. Welches Potenzial die scheinbar unpolitische Form der Landschaftsmalerei besitzt und wie geschickt es genutzt wurde, lässt sich an den späteren Werken erkennen. Da erstarrt die schönfärberische Idylle in kaltem Schrecken, verwandelt sich bisweilen in beißende Satire (unser Bild: "Schönes Wochenende" von Hartmut Staake, 1981). BW

Bis 9. Januar. "Zwischen Himmel und Erde". Landschaftsbilder aus der DDR. Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam. Di–So 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr, Eintritt 4 Euro, Katalog 18,90 Euro, Auskunft: Tel. 0331/20056355,www.hbpg.de