Mit ihren Investoren hat Carleton (Carly) S. Fiorina, die Chefin des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP), in den vergangenen Jahren wenig Freude gehabt. Erst musste die 50-Jährige hart um die Zustimmung zur Fusion mit dem Konkurrenten Compaq kämpfen - später hielt man ihr vor, dass sich der Aktienkurs von HP seit Fiorinas Amtsantritt im Sommer 1999 schlechter entwickelt habe als die Kurse von Wettbewerbern wie IBM, Dell oder Lexmark.

Im dritten Quartal 2004 brach dann auch noch der Umsatz im Geschäft mit Server- und Speichersystemen ein. Die jüngsten Zahlen, die das Unternehmen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch veröffentlichte, verschaffen Fiorina wieder Luft: Der HP-Gewinn (ohne Sonderposten) stieg im Berichtssjahr 2004 von 4,5 Milliarden auf 5 Milliarden Dollar - der Konzernumsatz kletterte um 9 Prozent auf 79,9 Milliarden Dollar. Bevor Fiorina zu HP wechselte, war sie beim Telefonkonzern AT&T und beim Telekommunikationszulieferer Lucent.

Bekannt wurde sie 1996 durch den Börsengang von Lucent. Zwei Jahre später wählte das US-Magazin Fortune die Managerin zur mächtigsten Geschäftsfrau der USA.