Bei über 100.000 Flutopfern nach dem Tsunami verliert man die Einzelschicksale schnell aus dem Blick. Die geretteten Prominenten stehen in den Medien stellvertretend für die Tausenden anonymen Opfer:

Helmut Kohl , der auf Sri Lanka mit Freunden einen Ayurveda-Urlaub verbrachte, erlebte das Unglück von seinem Hotelbalkon im sicheren dritten Stock aus. Einen Tag später flog ihn die Luftwaffe in die benachbarte Stadt Colombo. Er wolle auf der Insel bleiben, um den Menschen vor Ort zu helfen und die geschädigte Tourismusbranche weiter zu unterstützen: "Wir wollen nicht die Augen vor dem großen Leid verschließen."

Fußballprofi Thomas Helmer hatte vor, mit seiner Freundin Yasmina Filali den Weihnachtsurlaub in Thailand zu verbringen, ehe sie für die SOS-Kinderdörfer nach Vietnam reisen wollten. Zwar wurde die Hotelanlage zur Hälfte zerstört, doch da ihr Bungalow etwas höher lag, überlebten sie unverletzt und konnten jetzt zurück nach Deutschland fliegen.

Die Malediven sollten für zahlreiche Fußballstars eine Erholung in der Winterpause bringen. Hasan Salihamidzic (FC Bayern München) sowie seine italienischen Fußballkollegen Paolo Maldini und Gianluca Zambrotta (Juventus Turin) sind wieder heile mit ihren Familien zurückgekehrt. "Wir hatten gar keine Zeit, Angst zu haben", berichtete Maldini. Filippo Inzaghi, Alessandro Nesta und Christian Brocchi warten in ihren Urlaubsorten noch auf ihre Flüge in die Heimat, doch sie blieben ebenfalls unverletzt.
Anscheinend gut überstanden hat auch Zinedine Zidane die Flutkatastrophe auf der vor Madagaskar liegenden Insel La Reunion. Hier richtete der Tsunami nicht ganz so schlimme Verwüstungen an.

Der schwedische Skistar Ingmar Stenmark rettete sich im thailändischen Khok Koli vor der Flut, indem er auf einen Hügel und um sein Leben rannte. Auch der österreichische Tennisprofi Thomas Muster hatte Glück im Unglück.

Schlimmer als sie trifft es den britischen Regisseur Richard Attenborough , dessen Familie Urlaub in Phuket machte. Er verlor bei der Katastrophe seine Enkelin, seine Tochter und deren Schwiegermutter. Eine weitere Enkelin wurde schwer verletzt.

Das tschechische Model Petra Nemcova konnte sich in Khao Lak mit Becken- und Knochenbrüchen acht Stunden lang auf einem Baum festhalten, ehe sie gerettet wurde. Von ihrem Freund, dem britischen Fotografen Simon Atlee , fehlt weiterhin jede Spur.