Wie war das noch? Wie läuft’s mit Klinsmann?

Michael Ballack, 28, ist seit August Kapitän der deutschen Fußballnationalelf

DIE ZEIT: Herr Ballack, wie wird man Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft?

Michael Ballack: Jürgen Klinsmann hat mich, damals vor dem Österreich-Länderspiel, auf sein Hotelzimmer gerufen und mir gesagt, dass ich sein Kapitän sein werde, dass er großes Vertrauen und große Erwartungen in mich setzt.

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ZEIT: Haben Sie in diesem Moment an Oliver Kahn gedacht, den bisherigen Kapitän?

Ballack: Natürlich. Jürgen sagte mir, er habe das vorher mit Oliver besprochen. Mir war klar, dass das für Oliver nicht einfach war. Das ist immer eine blöde Situation, das würde mir selbst auch so gehen. Wir haben uns darüber aber rasch ausgetauscht, da gab es keine Probleme.

ZEIT: Im Laufe der vergangenen Monate scheinen Sie sich dem Bundestrainer menschlich sehr angenähert zu haben. Würden Sie sagen, Klinsmann ist auch ein Freund?

Ballack: Für eine solche Bewertung ist es noch zu früh. Um zu wirklichen Freunden zu werden, muss man viel miteinander erlebt haben, das ist in dieser kurzen Zeit noch nicht möglich gewesen.

ZEIT: Gehört zu solchen Erlebnissen auch eine Krise, aus der zu einem gewissen Moment ein Ausweg nicht erkennbar ist?

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  • Quelle (c) DIE ZEIT 31.12.2004 Nr.1
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