Wie war das noch? Malen Sie jetzt andere Bilder?
Jörg Immendorff, 59, wurde im August wegen Kokainbesitzes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Danach kehrte er als Professor an die Kunstakademie Düsseldorf zurück
DIE ZEIT: Herr Professor Immendorff, Sie standen im Mittelpunkt eines der spektakulärsten Strafprozesse des Jahres 2004. Die Zeitungen durchleuchteten bei dieser Gelegenheit ausführlich Ihr Privatleben, bewerteten Ihre sexuellen Neigungen – hielt das Jahr 2004 für Sie auch glückliche Momente bereit?
Jörg Immendorff: Die gab es, in der zweiten Jahreshälfte gab es einen positiven Schub. Betroffen davon war meine Kunst, es hatte aber auch mit meiner Familie zu tun. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Was ich meine, ist auch schwer in Worte zu fassen.
ZEIT: Wissen Sie mittlerweile, wer der Polizei den Tipp gab, in Ihrem Düsseldorfer Hotelzimmer nach dem Rechten zu sehen?
Immendorff: Nein.
ZEIT: Der Gedanke an diese Person macht Sie immer noch wütend?
Immendorff: Damals war ich wütend, anonym denunziert worden zu sein.
ZEIT: Sie dürfen weiterhin an der Düsseldorfer Kunstakademie lehren, haben Sie das Gefühl, dennoch an Reputation eingebüßt zu haben?
- Datum 31.12.2004 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 31.12.2004 Nr.1
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