845 Quadratmeter – für viele Häuslebauer wäre das ein Traumgrundstück. Beim neuen Airbus A380 ist es lediglich die Fläche der Flügel. Damit weist er gute 300 Quadratmeter mehr Flügelfläche auf als die Boeing 747, die vier Jahrzehnte lang das größte Passagierflugzeug der Welt war. Doch mit Boeings Vormachtstellung ist Schluss. Der Jumbojet wird vom neuen Airbus in allen Maßen übertroffen: Spannweite 80 Meter, Tanks für 310000 Liter Kerosin, maximales Startgewicht 560 Tonnen, Platz auf zwei Etagen für bis zu 850 Passagiere (300 mehr als in der Boeing 747).

Das größte Flugzeug der Welt soll technisch wie wirtschaftlich zu einem europäischen Triumph werden: Elf Fluggesellschaften haben bereits 129 Exemplare des über 200 Millionen Euro teuren Mammutjets bestellt. Und weltweit bereiten sich 60 Flughäfen auf die Abfertigung des A380 vor.

Die Start- und Landebahnen müssen dafür übrigens nicht verlängert werden, da das höhere Gewicht durch größere Tragflächen und kräftigere Triebwerke ausgeglichen wird. Dennoch müssen viele Flughäfen ihre Logistik umkrempeln: Rollwege und Standplätze an den Terminals werden verbreitert, neue Hebebühnen und Betankungsmethoden erprobt. Die aufwändigsten Umbauten aber erfordert die Abfertigung einer nie zuvor gekannten Menge an Passagieren und Gepäck.