In Berlin hat Bundeskanzler Gerhard Schröder heute verlauten lassen, dass die Bundesregierung 500 Millionen Euro für den Wiederaufbau der verwüsteten Regionen Südostasiens bereitstellen werde, anstatt der bisher zugesagten 20 Millionen Euro. Für mindesten drei und höchstens fünf Jahre werden die Mittel zugesichert, abhängig von der Aufnahmefähigkeit der einzelnen betroffenen Regionen für Hilfsgüter. Dort sollen die Mittel unter anderem dem Wiederaufbau von Schulen und Krankenhäusern sowie der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung dienen.

Geplant sei, die Hilfe zunächst aus dem jetzigen Haushalt zu finanzieren, weitere Mittel sollen bei den kommenden Haushaltsberatungen eingeplant werden. Die für dieses Jahr benötigte Summe, so Schröder, sei bereits Sichergestellt, wobei er auf die Zusagen von Finanzminister Hans Eichel (SPD) hinweist. Schröder, der die weltweite Spendenbereitschaft und nationale Solidarität unter den Bundesbürgern lobt, betonte zudem, dass auch die Soforthilfe der Bundeswehr zu den 500 Millionen Euro gehöre.

Der Bundeskanzler ruft außerdem die Versicherer auf, Betroffenen unbürokratisch und großzügig zu helfen. Für diejenigen, deren Versicherungsansprüche nicht sofort gewährleistet werden können, greife der so genannte Feuerwehrfonds, der drei Millionen Euro umfassen soll.

GV