Die Raumsonde "Cassini" hat Iapetus, Saturns wohl rätselhaftesten Mond, Anfang Januar passiert und fotografiert. Der mit 1440 Kilometer Durchmesser drittgrößte Trabant des beringten Planeten zeigt auf seiner Oberfläche eine bisher nicht erklärbare Hell-dunkel-Farbverteilung. Während die Rückseite und die Pole von Iapetus fast so hell sind wie Schnee, erscheint seine Vorderseite pechschwarz überzogen. Eine von vielen möglichen Erklärungen lautet, Iapetus habe im Laufe der Zeit Partikel von anderen Saturnmonden eingefangen und damit seinen Bug "besudelt". Auf den von "Cassini" geschossenen Fotos konnten die Forscher allerdings auch einen bisher unbekannten Bergrücken ausmachen, der über mehr als 1400 Kilometer exakt entlang dem Äquator verläuft, ähnlich wie der Wulst einer Nusschale. Einige der Berge leuchten weiß, andere sind dunkel gefärbt. Sowohl die Ausrichtung als auch die Entstehung des bis zu 20 Kilometer hohen Gebirges geben Rätsel auf. Vielleicht handelt es sich bei den Erhebungen um eine Vulkankette. Einige Wissenschaftler spekulieren, dass der Auswurf der Vulkane für die Schwarzweißfärbung der Oberfläche verantwortlich sein könnte. Iapetus hätte sich dann selbst angeschwärzt.