Allen öffentlichen Debatten über Risiken zum Trotz ist der Siegeszug gentechnisch modifizierter Organismen (GMO) offenbar nicht zu bremsen. Im vergangenen Jahr wuchsen weltweit auf 80 Millionen Hektar Gen-Pflanzen, ein Zuwachs von 13 Millionen Hektar oder 20 Prozent gegenüber 2003. Dies sei das zweithöchste Wachstum, das Bio-Tech-Gewächse je verzeichneten, teilt die Nichtregierungsorganisation ISAAA mit. Die Vereinigung mit dem Namen International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications erstellt jährlich eine GMO-Statistik - zu ihren Geldgebern gehören unter anderen die Konzerne Monsanto, Novartis, Bayer sowie das Bundesentwicklungsministerium. Gemäß den soeben veröffentlichten Zahlen für 2004 pflanzen mittlerweile mehr als acht Millionen Farmer gentechnisch veränderte Pflanzen an, die überwiegende Mehrheit davon in Entwicklungsländern. Zwar wachsen GMO bisher nur auf rund sechs Prozent des weltweiten Ackerlandes. Aber bei Sojabohnen geschieht es schon auf mehr als der Hälfte der Anbaufläche.