Manchmal gehen auch schlechte Nachrichten als gute Nachrichten durch - wenn man sie nur früh genug angekündigt hat. Ende November hatte Christoph Achenbach, Vorstandschef des Warenhauskonzerns KarstadtQuelle, ein Umsatzminus von sieben Prozent für 2004 avisiert. Und so war auch niemand überrascht, als er am Dienstag die vorläufigen Geschäftszahlen für das vergangene Jahr präsentierte. Mit 14,2 Milliarden Euro ging der Jahresumsatz wie erwartet zurück. Vergleichsweise gut hätten sich die Warenhäuser geschlagen, deren Minus bei 5,4 Prozent lag. Bei den Fachgeschäften war der Rückgang mehr als dreimal so hoch. Zu ihnen zählen unter anderem die Textilketten Wehmeyer und SinnLeffers. Achenbach will sie verkaufen, doch angesichts der Zahlen dürften die Verhandlungen schwierig werden.