Butler auf Rädern
Herr Rogge, Berlin ist berühmt, aber zugleich berüchtigt wegen seiner miesepetrigen Taxifahrer und ihrer - sagen wir es vorsichtig - etwas verwohnten Fahrzeuge.
Also mal vorweg: Ich möchte hier nicht über meine Stadt herziehen. Mit etwas Glück findet man in Berlin auch ein sauberes Auto. Die Taxiunternehmen sind außerdem nicht zu beneiden. In Berlin fehlt die Kaufkraft, darunter leidet das Gewerbe massiv.
Am Flughafen Tegel oder am Bahnhof Zoo in ein Taxi zu steigen, ist manchmal eine Zumutung.
Wir erleben im Berliner Taxigewerbe seit über 35 Jahren einen Verfall des Dienstleistungsgedankens. Die Kulturrevolution von 1968 hat dazu geführt, dass Etikette in bestimmten Gruppen verpönt ist. Seitdem laufen Taxifahrer in Berlin wie die Schlümpfe herum. Es hat sich auch eingebürgert, dass sie ihre Gäste anmotzen, wenn sie glauben, dass die Kunden zu den Besserverdienern zählen. Früher bin ich selbst Taxi gefahren, aber der Beruf ist mir zu defensiv: Man steht und wartet.
Was macht Ihr Unternehmen anders?
Meine Firma betreibt eine Flotte von 30 Fahrzeugen, ausschließlich neueste Modelle der Oberklasse. Die Chauffeure sind mehrsprachig. Im Angebot haben wir neben Englisch auch Französisch, Italienisch, Spanisch und Arabisch.
Und wer leistet sich diesen kostspieligen Service?
- Datum 03.02.2005 - 13:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 06/2005
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren