Flaches Programm

Jobst Plog: Raubzug gegen den Rundfunk, ZEIT Nr. 4

Der unabhängige Rundfunk ist ein hohes Gut. In dieser Feststellung stimme ich mit dem Intendanten des Norddeutschen Rundfunks überein. Die martialischen Formulierungen und pauschalen Aussagen, mit denen er die Politik angreift, stoßen auf Widerspruch. Ich frage: Sind vom Volk gewählte Politiker weniger legitimiert, darüber zu wachen, dass es einen unabhängigen Rundfunk gibt, als beispielsweise Vertreter von Vertriebenenorganisationen?

Wäre es Herrn Plog lieber, wenn Parteien Strohmänner in die Gremien senden würden? Die bestehende Praxis, dass die Politik in den Rundfunkgremien vertreten ist, aber keine Mehrheit stellen darf, hat sich bewährt und ist rechtlich einwandfrei.

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Ein Satz zu der Gebührendebatte: An ihrem Ende steht eine adäquate und sozial verträgliche Erhöhung der Rundfunkgebühren um 88 Cent. Es sind zudem Maßnahmen zur Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf den Weg gebracht worden. Ein Kernelement sind die von den Rundfunkanstalten erklärten Selbstverpflichtungen. Die Ergebnisse sind in harten und fairen Gesprächen erzielt worden. Im Interesse des unabhängigen Rundfunks mahne ich alle in der Auseinandersetzung zu mehr Sachlichkeit.

KURT BECK, MAINZ Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist doch vielmehr durch sein immer flacher werdendes Programm gefährdet, das wir zwangsweise zu bezahlen haben.

Anscheinend ist Herrn Plog und seinen Intendantenkollegen entgangen, dass der Konsens hierüber auch in den wohlmeinenden Kreisen der Bevölkerung immer mehr zunimmt.

HANS-JÜRGEN EISSING, ESSEN

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