Weltweit sind die Handy-Auslieferungen aller Hersteller im Jahr 2004 um 29,3 Prozent auf 664,5 Millionen Stück in die Höhe geschossen, errechnete eine neue Analyse der amerikanischen Marktforschungsfirma IDC. Damit wurde der Rekord von 517 Millionen verkauften Geräten im letzten Jahr um fast ein Drittel übertroffen. Allein im vierten Quartal des Vorjahres wurden 200 Millionen Mobiltelefone umgesetzt. Nokia führt mit Auslieferungen von 207,6 Millionen Handys und einem Marktanteil von 31,2 Prozent die Weltrangliste des vergangenen Jahres weiterhin an. Motorola lag 2004 mit 104,5 Millionen Stück und einem Marktanteil von 15,7 Prozent erneut auf Platz zwei, gefolgt von der südkoreanischen Firma Samsung mit 86,5 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von 13 Prozent. Das deutsche Unternehmen Siemens nahm die vierte Stelle ein, mit 49,4 Millionen Handy und einem Marktanteil von 7,4 Prozent.Die 1,5-Milliarden-Grenze der Handy-User wurde im Juni 2004 überschritten. Laut dem englischen Marktforschungsunternehmen EMC soll spätestens im Juli 2006 die Zahl der Nutzer mobiler Kommunikationsdienste zwei Milliarden erreichen.In der Europäischen Union ist die Zahl der Handy-Nutzer zwischen 1995 und 2003 im Durchschnitt um 42 Prozent pro Jahr gestiegen, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mit. Im Jahr 2003 verfügten 80 von 100 EU-Bürgern über ein Handy, 1995 waren es lediglich fünf von 100 Menschen. Die Marktdurchdringung war damit 2003 in der EU höher als in den USA (54 Prozent) oder in Japan (68 Prozent). 2003 hat es in der EU insgesamt 364 Millionen Mobilfunk-Teilnehmer gegeben, 1995 lag die Zahl bei 22 Millionen.