Just do it

Der unverwüstlich fröhlichen Hallenserin Cornelia Pieper verdanken die deutschen Liberalen, formerly known as die Spaßpartei, nicht nur 13,3 Prozent der Wählerstimmen in Sachsen-Anhalt, sondern auch ein paar unvergessliche Anekdoten. Wie die gutwillige Conny, nach eigenem Bekunden das Gesicht Ostdeutschlands in der FDP, einmal einigen stern-Reportern stolz die grüne Aufzucht ihres Sohnes präsentierte und wie kurz darauf die Staatsanwaltschaft vorstellig wurde, weil sie in dem fünffingrigen Gewächs eine Hanfpflanze erkannt hatte. Oder wie zwei böse Journalisten der FDP-Generalsekretärin zur Zeit des Kinofilms Der Untergang weismachten, sie hätten zwei neue freie Mitarbeiter eingestellt, Traudl Jung und einen gewissen Jodl. Der letzte politische Vorstoß Piepers, der in der Hauptstadt erinnerlich ist, war die Forderung nach mehr bildungspolitischen Kompetenzen für den Bund - er brachte ihr umgehend Rücktrittsforderungen aus den eigenen Landesverbänden ein.

Nach ihrer unnachahmlichen Generalsekretärin (Motto laut Homepage: Just do it) hat die FDP inzwischen ein ganzes Phänomen benannt: die Pieperisierung von Parteiämtern. Darunter ist im Wesentlichen die Qualifikation durch Frohsinn und maximale Loyalität zum Vorsitzenden Westerwelle zu verstehen.

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Das ist aber, Wahlerfolge im Osten hin oder her, einigen in der FDP zu wenig.

Deshalb wurde schon länger gemunkelt, beim nächsten Parteitag müsse Pieper abdanken.

Als segensreich erwiesen sich da die Nebentätigkeiten der FDP-Bildungsexpertin Ulrike Flach für Siemens: Flach räumte ihren Posten als Vorsitzende des Bildungsausschusses und wird beerbt von Cornelia Pieper.

Öffentlich freut sich Pieper über den neuen Traumjob. In der Fraktionssitzung, heißt es, habe Pieper aber gebrüllt und geheult, weil sie sich als Opfer einer Intrige fühlte. Kann man sich so etwas Gemeines vorstellen bei der FDP? Guido Westerwelle jedenfalls hat nun die Gelegenheit, sich einen starken Mann oder eine starke Frau an die Seite zu holen. Just do it!

 
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