Aufruf
Die muslimischen Verbände in Deutschland fordern die Freilassung der im Irak entführten Reporterin Giuliana Sgrena
Giuliana Sgrena, die Reporterin der Wochenzeitung DIE ZEIT und der italienischen Tageszeitung Il Manifesto ist am Freitag in Bagdad von einer Gruppe, die sich Islamischer Dschihad nennt, entführt worden.
Wir Muslime in Deutschland verurteilen die Entführung aufs Schärfste und fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung von Giuliana Sgrena.
Ihre Reportagen sind durch eine tiefgehende Sympathie für das irakische Volk gekennzeichnet. Ihre Solidarität als Journalistin gilt der leidenden irakischen Zivilbevölkerung, die im Zentrum vieler Ihrer Reportagen stand.
Die Entführung von unbeteiligten Journalisten ist ein Verstoß gegen Kriegsrecht, Völkerrecht und Menschenrecht. Sie ist auch nicht vereinbar mit den Werten des Islams. Im Islam gibt es keine Entschuldigung für Terror und Gewalt gegen Unschuldige. Wer immer solche Taten verübt, findet im Islam keine Rechtfertigung.
Die Verbände der Muslime in Deutschland rufen die Muslime im Irak und in der ganzen Welt auf, sich gegen den Terrorismus und für die Freilassung von Giulana Sgrena einzusetzen.
Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.
Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB)
Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland
Die drei führenden Organisationen der Muslime in Deutschland treten im Fall der Journalistin Sgrena erstmals vereint gegen Terrorismus auf. Zusammen mit dem größten deutschen Dachverband Ditib, der dem türkischen Religionsministerium eng verbunden ist, unterstützen auch der Zentralrat der Muslime, in dem mehrheitlich arabische Muslime organisiert sind, und der Milli Görüs nahe stehende Islamrat den Aufruf. [DIE ZEIT]
- Datum
- Serie sgrena
- Quelle (c) ZEIT.de, 05.02.2005
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




